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Webseite geklaut!
Kategorie:
News
Datum: 15.01.2014
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Webseite geklaut!

Am Montag kam ich nichtsahnend ins Büro, Kaffee gezogen und erst einmal die Statistiken unserer Webseite des Wochenendes geprüft: Viele Zugriffe - ist ja auch eine tolle Webseite :-) - aber einigen stachen hervor, es gab immer wieder Zugriffe auf einzelne Dateien von einer amerikanischen Domain.

Nichtsahnend und aus lauter Neugier klicke ich also auf den Link.

Was sich mir als nächstes darstellt war ziemlich erschreckend:

Es war unsere englische Webseite (www.mindmelt.me) in einer exakten 1:1 Kopie, inklusive der Texte, Bilder und Anpassungen auf einer anderen Domain. Der einzigste Unterschied: ein neues Logo anstelle unseres Logos und neue Gesichter der Mitarbeiter. Und das nennt sich dann eine Werbeagentur, ist wohl eher eine Klauagentur.

Der Schock saß erst einmal tief. Nachdem ich unser Team informiert hatte, haben wir uns zusammen gesetzt und beredet was wir machen könnten.

Diese Möglichkeiten kamen dabei heraus:

1. Email an den Betreiber schreiben
2. An eine internationale Urheberechtskommision wenden
3. Den Provider von dem Webseitenklau in Kenntnis setzen
4. Einen internationalen Anwalt engagieren
5. An die Botschaft des Landes wenden
6. Bilddatenbanken über Lizenzbetrug informieren

Wie gesagt, es handelte sich um eine amerikanische Firma mit Sitz in Detroit.

Nach einiger Recherche im Internet fanden wir diesen Artikel: http://is.gd/eULcWS - da standen zumindest einige mögliche Schritte, die unseren aber sehr ähnlich waren

Da ist uns der DMCA eingefallen, auf den wir uns berufen können.

Aber was war zu tun? Es gibt eine US amerikanische Firma, die anbietet sich um alles zu kümmern, dass unsere Rechte gewahrt bleiben: Provider anschreiben, Google informieren und dafür sorgen, dass die Seite offline genommen wird.

Unsere Überlegung: Sollten wir "nur" eine Email schreiben oder die Bilddatenbanken informieren, ist der Dieb vorgewarnt, nimmt die Seite kurzfristig offline und schaltet Sie unter einer anderen Domain später wieder online.

Also braucht es gleich härtere Methoden: Entweder Anwalt oder DMCA - wir haben uns für die DMCA entschieden, mit Kosten von ca. €150,-

Diese haben innerhalb weniger Stunden angefangen daran zu arbeiten.

Das Ergebnis: Am nächsten Tag war die Seite offline.

Hoffen wir, dass der Betreiber nicht in einem 1 Jahr meint, die Seite wieder online stellen zu müssen - aber wir werden das überwachen.

Leider kann man sich gegen so etwas gar nicht schützen: Der Quelltext auf der Webseite muss für jeden offen lesbar sein, sonst könnte der "normale" Besucher die Webseite nicht ansehen. Sämtliche Verschlüsselungsmethoden lassen sich durch ein wenig Know-How einfach ausschalten.

Glück im Unglück: Es ist nicht in China oder Indien passiert, sondern in den USA - die sind rechtlich sicherlich noch etwas zugänglicher als wir.


Falls Sie die Informationen auf dieser Seite nutzen, bitten wir Sie diese Seite als Quellangabe anzugeben und zu verlinken.

Dürfen wir uns vorstellen? Weitere Informationen zur Agentur

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