Was eine KI-Policy regeln muss: Mindestinhalte im Überblick
Eine KI-Policy muss zehn Fragen verbindlich beantworten, vom Geltungsbereich bis zum Überprüfungsrhythmus. Ein 40-seitiges Rechtsdokument braucht es dafür nicht. Diese zehn Mindestinhalte sollte jede KI-Richtlinie für Mitarbeiter abdecken:
- Geltungsbereich: Für wen gilt die Policy? Alle Mitarbeitenden, bestimmte Abteilungen, externe Dienstleister?
- Erlaubte Anwendungsfälle: Was darf aktiv genutzt werden, etwa für interne Textentwürfe, Recherche oder Code-Unterstützung?
- Verbotene Anwendungsfälle: Was ist ausdrücklich untersagt, zum Beispiel die Eingabe von Personaldaten, Kundenlisten oder Finanzdaten in nicht freigegebene Tools?
- Datenschutz-Regeln: Welche Datenkategorien dürfen in welche Tools? Mit welchen Anbietern besteht ein Auftragsverarbeitungsvertrag nach DSGVO?
- Qualitätssicherung: KI-Ergebnisse sind Entwürfe. Wer prüft sie, bevor etwas nach außen geht?
- Transparenzpflicht: Muss KI-generierter Content intern oder extern gekennzeichnet werden?
- Zuständigkeiten: Wer genehmigt neue Tools? Wer beantwortet Fragen?
- Verstöße und Konsequenzen: Was passiert bei Nichteinhaltung?
- Schulung: Wie werden Mitarbeitende eingeführt?
- Review-Zyklus: Tools und Regulierung ändern sich schnell. Planen Sie mindestens eine Überprüfung pro Jahr ein.
Für kleinere Betriebe reicht zum Start eine schlanke Policy mit zwei Seiten. Sie schafft einen verbindlichen Stand, den Sie mit jeder neuen Frage überarbeiten. Wer auf die perfekte Fassung wartet, lässt die Mitarbeitenden so lange ohne Antwort.




