Ablauf eines typischen Workshop-Tages für Lehrende
Fünf Module die zusammen einen vollen Tag füllen. Für Lehrerkollegien an Schulen, Hochschulkollegien oder Weiterbildungsträger. Je nach Format und Zielgruppe passe ich Schwerpunkte an - bei Geisteswissenschaftlern liegt der Fokus stärker auf Ethik und Prüfungskultur, bei Naturwissenschaftlern eher auf Werkzeugnutzung und Datenfragen.
Modul 1 - Was KI im Bildungskontext wirklich ist (60 Minuten)
Kein Tech-Jargon, sondern die für Bildung relevanten Grundlagen. Was sind Large Language Models, wie entstehen sie, was können sie nicht? Wir schauen konkrete Beispiele aus den unterschiedlichen Fächern an: KI in Geschichte, KI in Deutsch, KI in Mathe. Wo liegen die Sollbruchstellen?
Modul 2 - Ethik und kritische Reflexion (90 Minuten)
Das Herzstück des Workshops für geisteswissenschaftlich geprägte Kollegien. Bias in Trainingsdaten, kulturelle Schieflagen westlicher KI-Modelle, Autorenschaft und geistiges Eigentum, Bildungsgerechtigkeit zwischen Schülern mit und ohne KI-Zugang. Wir gehen die Themen an Ihren konkreten Fächern durch - nicht abstrakt sondern verknüpft mit Ihrem Lehrplan.
Modul 3 - Neue Prüfungskultur entwickeln (75 Minuten)
Prüfungsformate die nicht versuchen KI zu detektieren sondern bewusst mit ihr arbeiten. Mündliche Prüfungen, Process-Portfolios, Reflexions-Aufgaben, Prüfungen unter Aufsicht, kollaborative Prüfungsformate. Wir entwickeln zusammen mindestens ein Prüfungsformat das in Ihrem Fach realistisch umsetzbar ist - nicht als Idealvorstellung sondern als konkrete Anleitung.
Modul 4 - DSGVO und Datenschutz in der Bildung (60 Minuten)
Konkret, juristisch sauber, nicht panikmachend. Welche KI-Tools sind mit Schülern unter 18 zulässig, welche nur mit ausdrücklicher Einwilligung, welche gar nicht? Wie regeln Sie Einverständnisse mit Eltern? Welche Anbieter haben EU-konforme Verträge, wo sind lokale Open-Source-Lösungen sinnvoller? Plus: konkrete Formulierungshilfen für Einwilligungs-Texte.
Modul 5 - Werkzeuge für den Bildungsalltag (75 Minuten)
Hands-on mit den Tools die Sie morgen einsetzen können. Unterrichtsvorbereitung mit ChatGPT oder Claude, individualisiertes Feedback an große Klassen, Differenzierungs-Aufgaben für unterschiedliche Lernniveaus, Recherche-Begleitung bei Hausarbeiten. Sie probieren mindestens drei Anwendungen selbst aus und nehmen die Prompt-Vorlagen mit.