ChatGPT-SEO in der Praxis: die falsche Frage ist der häufigste Fehler
Wer nach dem eigenen Firmennamen fragt, testet nur, ob das Modell einen Namen wiedererkennt, nicht ob es Sie empfiehlt.
„Was macht die Müller Elektrotechnik GmbH?“ ist keine Suchanfrage, sondern eine Nachschlagefrage. Ihre Kunden stellen sie nicht, weil sie Ihren Namen ja gerade nicht kennen. Eine brauchbare Testfrage enthält deshalb Ihre Leistung und Ihren Einzugsbereich, aber nicht Ihren Namen.
Gute Beispiele: „Wer installiert im Raum Frankfurt Photovoltaik für Gewerbeimmobilien?“, „Welche Kanzlei in Hessen ist auf Unternehmensnachfolge spezialisiert?“, „An wen wende ich mich bei einer DGUV-Prüfung von Aufzügen im Rhein-Main-Gebiet?“. Formulieren Sie so, wie ein Kunde es tippen würde, inklusive Umgangssprache und Region.
Acht bis zwölf solcher Fragen decken die meisten mittelständischen Leistungsportfolios ab. Weniger als fünf ergeben kein Bild, mehr als fünfzehn bringen selten neue Erkenntnis.
Eine zweite Fragenart lohnt sich zusätzlich: die Problemformulierung. Kunden beschreiben häufig ihr Problem statt die Lösung, etwa „Unser Aufzug fällt ständig aus, wer kann das prüfen?“ statt „Wer macht Aufzugsprüfungen?“. Gerade bei erklärungsbedürftigen Leistungen kommen über diese Formulierung oft ganz andere Anbieter in die Antwort als über die Fachbegriffe. Nehmen Sie deshalb von beiden Typen etwa gleich viele Fragen auf.




