Die Fragen kommen nicht aus einem Tool
Die brauchbarsten Fragen liegen in Ihrem Posteingang und in Ihrem Telefonprotokoll, nicht in einer Keyword-Datenbank.
Keyword-Werkzeuge liefern Suchbegriffe. Was Sie brauchen, sind Formulierungen: die Sätze, mit denen Kunden tatsächlich anrufen. „Muss das eigentlich jedes Jahr gemacht werden?“ ist eine echte Kundenfrage. „Prüfintervall Aufzug“ ist ein Suchbegriff. Generative Systeme werden mit Fragen gefüttert, nicht mit Begriffen, deshalb passen echte Formulierungen besser.
Ein praktikables Vorgehen: Sammeln Sie zwei Wochen lang alles, was am Telefon und per Mail gefragt wird. Nicht bewerten, nur mitschreiben. Danach gruppieren Sie die Fragen und werden feststellen, dass sich fünf bis zehn Themen deutlich häufen. Genau diese kommen zuerst dran.
Der Nebeneffekt ist meist unangenehm und nützlich zugleich: Ein Teil dieser Fragen wird deshalb gestellt, weil die Antwort auf Ihrer Website zwar steht, aber nicht auffindbar oder nicht verständlich formuliert ist.
Eine zweite Quelle wird oft übersehen: die Fragen, die Ihre Mitarbeiter im Vertrieb regelmäßig beantworten müssen, bevor ein Angebot zustande kommt. Diese Fragen sind besonders wertvoll, weil sie am Kaufpunkt gestellt werden. Wenn ein KI-System genau an dieser Stelle Ihre Antwort ausgibt, ersetzt das ein Gespräch, das Sie sonst führen müssten.




