Die CMS-Frage ist eine Architektur-Frage
Hinter der Frage nach dem besten CMS steckt meistens eine andere Frage: Welche Content-Architektur brauche ich in drei Jahren? Ein System, das heute reibungslos läuft, kann morgen zur Wartungslast werden, wenn das Content Modeling nicht zur Wachstumsstrategie passt.
Die Entscheidung hängt nicht primär am Lizenzmodell - ob Open Source oder Self-Hosted - sondern an der Datenbank-Abstraktionsschicht, dem MVC-Pattern und daran, wie flexibel das System neue Anforderungen aufnimmt.
Wer Content Staging, Versionierung und Role-Based Access Control von Anfang an braucht, scheidet damit bereits einige Optionen aus. Wer hingegen schnell publizieren und selten technisch eingreifen will, priorisiert anders.
Ein falsch gewähltes CMS zeigt sich selten sofort. Die Kosten entstehen später - beim dritten Relaunch, bei der ersten Mehrsprachigkeits-Anforderung oder wenn ein neuer Vertriebskanal eine API braucht, die das System nicht sauber liefert. Ein CMS-Wechsel nach drei Jahren kostet in der Regel mehr als die ursprüngliche Einführung, weil Content-Migration, Redirects und Redaktionsumgewöhnung parallel laufen müssen.


































